Universelle Eigenschaften des Entscheidens

Geistes - Ingenieur - Natur - Sozialwissenschaften

 

Alle Lebensformen auf der Erde müssen Entscheidungen in der einen oder anderen Weise treffen, um zu überleben, Nachkommen zu sichern, oder ihre spezifische Nische im Ökosystem unserer Erde auszugestalten und einzunehmen. Im täglichen Leben fällen Menschen ununterbrochen Entscheidungen, allein oder zusammen mit anderen. Wir sind uns selbst gewahr. Wir glauben, dass wir bewusste und wissensbasierte Entscheidungen treffen. Im Gegensatz dazu stehen einfache Lebensformen z.B Hydren oder Schleimpilze, die kein Gehirn oder nicht einmal ein Nervensystem haben. Nichtsdestoweniger zeigen sie ein komplexes Verhalten, um optimale Entscheidungen zu treffen, die ihr Überleben sichern. Fasst man allgemein Entscheidungsprozesse als die Suche nach einer optimalen Lösung auf, lassen sich auch unbelebte Prozesse als Entscheidungsprozesse verstehen, wie sie z.B. in der Logistik, Telekommunikation oder der Robotik auftreten.

 

An den Bremer Universitäten und Instituten findet sich die Entscheidungsforschung sowohl in den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften als auch in den Ingenieur- und Naturwissenschaften. Ein vielfältiges Fächerspektrum an der Universität Bremen und der Jacobs University trägt aktiv zu diesem spannenden Forschungsfeld bei. Bremer Wissenschaftler stellen im 2-wöchigen Rhythmus ihre verschiedenen Disziplinen und Sichtweisen vor. Welche Mechanismen von Entscheidungsprozessen gibt es? Existieren, unabhängig von einer speziellen Lebensform oder einem speziellen Prozess, gemeinsame universelle Eigenschaften des Entscheidungsverhaltens?

 

Kommende Veranstaltungen

Opinion Dynamics and Collective Decisions

Jan Lorenz, Jacobs University

 

23.05.2018, Rotunde (Cartesium), 16-18 Uhr

 

Collective decisions are produced by voting procedures which aggregate individual preferences and judgments. Before and after, individual preferences and judgments change as their underlying attitudes, values, and opinions change through discussion and deliberation. In large groups, these dynamics naturally go beyond the scope of the individual and consequently might show unexpected self-driven macroscopic systems dynamics following “socio-physical” laws. Abstract

Dynamic functional responses of single cells - decision making on microarrays

Joachim Rädler, Ludwig-Maximilians-Universität München

 

06.06.2018, Rotunde (Cartesium), 16-18 Uhr

 

Living cells are decision-making units resting on a complex molecular machinery. The machinery has evolved to perform robust biological functionality at the population level or in a full organism. Yet the composition of the molecular network exhibits cell-to-cell variability and is poised by stochastic fluctuations leaving the outcome of an individual cell decision partially erratic. Abstract

Mittwochs 16-18 Uhr
Zweiwöchentlich!

Rotunde im Cartesium
Enrique-Schmidt-Straße 5
28359 Bremen

 

Weitere Informationen unter

decisions@uni-bremen.de